Charlotta's Diary #1

Hallo TASTE,

Mir geht es echt gut hier und nun kommt mein erster Erfahrungsbericht:

Der gefürchtete erste Schultag

Als ich am Vormittag, eine Woche vor Schulstart in Portland (Oregon) landete und die ersten Worte auf Englisch wechselte, fühlte ich mich noch sehr unsicher und überlegte ständig, wie ich etwas sagen kann und wie es richtig ist. Ich konnte nicht allzu viel verstehen wenn meine Gastfamilie und andere Amerikaner redeten. Ich musste oft nachfragen und verstand meistens nur einzelne Worte.
Daher hatte ich echt Angst vor dem ersten Schultag. Ich machte mir Sorgen, dass ich die Lehrer nicht verstehe und dem Unterricht nicht folgen kann. Dass ich nicht weiß, wo ich hin muss, weil die Schule mit 2300 Schülern echt groß ist und dass die anderen Schüler mich nicht verstehen. Außerdem machte ich mir Gedanken, dass ich keine Freunde finde und dass ich ganz alleine in der Cafeteria essen muss.



Und ich kann sagen, ich habe mir einfach zu viele Gedanken über den ersten Schultag gemacht. Erst einmal sind hier in Amerika wirklich alle super nett und helfen einem immer, wenn man um Hilfe bittet. Zum anderen war ich am Tag vor dem Schulstart beim Orientation Day für „Freshmen“ und neue Schüler. An diesem Tag war es meine größte Hürde, den richtigen Schulbus zu finden, weil es hier einfach unglaublich viele Schulbusse im Gegensatz zu Deutschland gibt.

In meiner Schule verläuft der Orientation Day so, dass alle neuen Schüler in der Turnhalle von ein paar älteren Schülern und allen Lehrern super herzlich und mit Musik empfangen werden. Dann wurde man in verschiedene Gruppen eingeteilt und von zwei älteren Schülern durch die Schule geführt und uns wurde gezeigt, wo sich welche Räume befinden. In meiner Gruppe lernte ich auch schnell eine weitere Austauschschülerin aus Spanien kennen. Anschließend war dann der erste Tag auch schon vorbei und ich machte mich auf die Suche nach dem richtigen Schulbus;)

An diesem Tag hatte ich kaum Probleme mit der Verständigung und dem Sprechen. Klar habe ich nicht alles verstanden, aber den groben Kontext konnte ich verstehen. Allerdings verstanden mich die anderen auch nicht immer. Das war aber überhaupt kein Problem, denn dann versuchte ich es einfach noch mal oder formulierte es einfach anders. Einfach darauf los sprechen und immer lächeln, denn das hilft einfach ungemein. Man wirkt gleich viel freundlicher und aufgeschlossener.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich schon ein paar Schüler kannte, die ich bei Fragen um Hilfe bitten konnte und ich war nicht so alleine. Denn vor der ersten Schulwoche hatte ich schon meine vier ersten Volleyballtrainingseinheiten. Dort wurde ich allen 50 Spielern der vier verschiedenen Volleyballmannschaften vorgestellt. Das war für meinen ersten Schultag so eine große Hilfe, denn ich sah schon ein paar bekannte Gesichter und fühlte mich auch nicht alleine. Hierzu kann ich, wie wahrscheinlich auch schon alle gesagt haben, nur raten an Sportaktivitäten oder anderen Schulangeboten teilzunehmen. Zum einen lernt man dann viele Leute kennen und es ist viel leichter Freunde zu finden. Denn in meinen 5 Unterrichtsfächern habe ich immer mit anderen Schülern Unterricht und ich muss sagen, da ist es für mich echt schwierig gewesen, Freunde zu finden.

Nun aber zum ersten Schultag. Der war eher unspektakulär. In den Unterrichtsfächern wurde eigentlich nur über Informationen gesprochen und die Räume fand ich auch ziemlich schnell. Während meines ersten Lunchs saß ich bei Freunden vom Volleyball. Das einzige Problem war: Ich konnte in den ersten drei Tagen meinen Locker nicht öffnen und musste immer fremde Schüler um Hilfe bitten. Das war zwar etwas unangenehm, aber alle waren super nett und versuchten mir immer wieder zu zeigen, wie es funktioniert.

Liebe Grüße
Charlotta in Oregon City, Oregon

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